20.03.2020 - Was Sie zum Versicherungsschutz wissen sollten

Kitaschließungen und alternative Betreuung

Nach der aktuellen zweiten Verordnung durch die hessische Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus (Stand 13. März 2020) dürfen Kinder zunächst bis zum 19. April 2020 keine Kindertageseinrichtung und keine erlaubnispflichtige Kindertagespflegestelle betreten. Die Personensorgeberechtigten tragen die Verantwortung, dass diese Verpflichtung erfüllt wird. Somit ist die Betreuung sowohl in der Kita als auch bei einer Tagespflegeperson untersagt.

Für Kinder ist eine Notfallbetreuung einzurichten, wenn beide Elternteile oder eine allein Erziehungsberechtigte Person Schlüsselfunktionsträger*innen sind. Dazu gehören beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Justiz und Justizvollzug, gesundheitliche und medizinische Versorgung etc.

Für die Notfallbetreuung besteht genauso gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für die Kinder wie bei der sonstigen Betreuung auch. Versicherungsschutz besteht außerdem für das Personal der Einrichtung (im Rahmen ihres Beschäftigungsverhältnisses) und auf den erforderlichen Wegen.

Kinder, die zuhause von Eltern oder anderen Personen betreut werden, sind dabei nicht gesetzlich unfallversichert. Dies gilt auch bei der Betreuung durch andere private Initiativen (z.B. mehrere Eltern/Familien organisieren eine gemeinsame Betreuung der Kinder). Auch die betreuenden Personen selbst sind nicht versichert. Zuständig ist in einem Schadensfall die jeweilige Krankenversicherung.

Beachten Sie auch die Hinweise des Sozialministeriums dazu.

Weitere News

Bild zeigt Einkaufliste und Lebensmittel.

Versicherungsschutz für freiwillige Helferinnen und Helfer

Wer hilft, ist gesetzlich unfallversichert

Viele Kommunen organisieren derzeit Helferdienste in ihren Regionen – zum Beispiel Einkäufe für ältere Menschen oder andere Risikogruppen. Welche Personengruppen unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen, haben wir in einem Merkblatt für Sie zusammengefasst. Auch Krankenhäuser greifen derzeit auf freiwillige Helfer*innen zurück.

Titelbild inform – Das Magazin für Sicherheit und Gesundheit. Heft 1 März 2020

inform online

Das Neueste zu Sicherheit und Gesundheit

News, Reportagen, wichtige Informationen für Führungskräfte oder Sicherheitsbeauftragte vor allen anderen lesen: Abonnieren Sie den RSS-Feed auf inform-online.ukh.de!

Erzieherin mit 4 Kindern an Spielgerät

Versicherungsschutz bei der Eingewöhnung

Schnupperkinder sind abgesichert

Viele Kinder besuchen Kindertageseinrichtungen zunächst zeitweise, um zu sehen, ob sie sich wohlfühlen. Grundsätzlich sind sie dabei gesetzlich unfallversichert. Dazu gehört, dass die Kinder ganz normal am Betreuungsangebot der Einrichtung teilnehmen mit dem Ziel der Aufnahme in diese Einrichtung. Ein Versicherungsschutz liegt beispielsweise auch dann vor, wenn die Eltern während der Schnupperzeit anwesend sind sowie auf dem Weg zur Kita und auf dem Heimweg. Ein Antrag muss dafür weder von den Erziehungsberechtigten noch vom pädagogischen Personal ausgefüllt werden. Dies gilt auch für ehemalige Kindergartenkinder, die in ihrer früheren Kita während der Schulferien eine Stippvisite machen. Ebenfalls abgesichert sind Geschwisterkinder, die wegen eines Notfalls stunden- oder tageweise zusammen mit den Kindergartenkindern betreut werden.
Quelle: KinderKinder 1-2020, Bild: © Adobe Stock, RioPatuca Images

Person hält Smartphone mit geöffneter App "CO2-Timer" in der Hand

UKH und Institut für Arbeitsschutz der DGUV entwickeln App

Mit dem CO2-Timer gegen dicke Luft in Innenräumen

Ob in der Besprechung oder Klassenzimmer – steigt die CO2-Konzentration, ist im wahrsten Sinne des Wortes die Luft raus, denn Kopfschmerzen und Konzentrationsmangel sind die Folgen. Die neue App "CO2-Timer" schafft hier Abhilfe. Aus Personenzahl, Aufenthaltsdauer und Raumvolumen errechnet sie die voraussichtliche CO2-Konzentration und gibt an, wann und wie oft gelüftet werden soll. Die ermittelte Zeit lässt sich als Timer setzen, der an die Lüftung erinnert. Sie erhalten die App kostenfrei im App Store und bei Google Play.
Bild: © Adobe Stock, Natee Meepian