Schutz vor Zecken

Man sieht zwei Blätter auf denen vergrößerte Schatten von Zecken abgebildet sind.

Im Frühling und Sommer unternehmen viele Einrichtungen mit ihren Gruppen einen Ausflug in die Natur. Fernab vom Sandspielbereich und Schaukel lassen sich spannende Entdeckungen und Beobachtungen machen. Allerdings ist in manchen Gebieten Hessen damit zu rechnen, dass auch die unliebsame Begegnung mit Zecken gemacht werden kann. Mittlerweile ist allgemein bekannt, daß Zecken bei einem Stich zwei Krankheiten, Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), übertragen können. Für die FSME sind bspw. in Hessen der Odenwald, die Bergstraße, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreis Marburg-Biedenkopf Risikogebiete, d.h. Gebiete, in denen die Zecken das FSME-Virus vermehrt in sich tragen.

Zecken entfernen - ja oder nein?

Aus medizinischer Sicht ist es sinnvoll, Zecken so früh wie möglich zu entfernen. Borrelien (die Bakterien, die die Borreliose hervorrufen) leben im Mitteldarm der Zecke und werden während des Saugaktes zusammen mit unverdaulichen Blutbestandteilen in die Stichstelle abgegeben. Dadurch steigt das Erkrankungsrisiko mit der Dauer des Saugaktes deutlich an. Umgekehrt gilt: Je früher die Zecke entfernt wird, desto niedriger ist das Risiko einer Erkrankung an Borreliose. Zwar vergehen im Schnitt 12 – 24 Stunden, bis es zu einer Infektion mit Borrelien kommt, aber wenn man eine Zecke entdeckt, weiß man nie, wie lange diese tatsächlich schon saugt und sollte diese daher schnellst möglich entfernen.
FSME-Viren dagegen sind im Speichel der Zecke enthalten und können direkt nach dem Zeckenstich auf den Wirt übertragen werden

Vor dem Ausflug in die Natur

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Aber man kann dennoch einiges tun, um während des Aufenthaltes im Wald und auf der Wiese Zeckenstiche zu vermeiden:

  • Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz meiden.
  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange HosenSocken über die Hosenbeine ziehen – denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern.
  • Helle Kleidung ist günstiger als dunkle. Zecken kann man gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.
  • Insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile, stellen aber keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar. In jedem Fall ist dies mit den Eltern vorab zu klären.

Nach dem Ausflug in die Natur

Absuchen des ganzen Körper nach Zecken. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollte an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken abgesucht werden.

Wenn ein Stich oder Befall festgestellt wird:

  • Mit geeigneten Hilfmittel so schnell wie möglich entfernen. Entsprechende Hilfsmittel sind im Fachhandel bzw. Apotheken erhältlich.
  • Die Wundstelle desinfizieren, gegebenenfalls markieren, damit der Arzt bei der späteren Untersuchung diese leichter findet.
  • Einen Eintrag ins Verbandbuch vornehmen.
  • Eltern informieren

Weitere Infos:

www.zecken.de
Zeckeninformation des Hessischen Sozialministeriums

Magazin DSH „Sicher zuhause und Unterwegs“