Sicherheit bei der Tagespflege

Hier sieht man ein Baby, dass in Rückenlage auf einem Teppich liegt. Es hält eine Wäscheklammer in der rechten Hand. Im Hintergrund sitzt eine Tagespflegemutter, mit einem weiteren Baby liegend im Arm.

Sicherheit ist ein wichtiger Bestandteil jeder Kinderbetreuung. In den „professionellen“ Kindertagesstätten gibt es hierzu seit Jahrzehnten bewährte Anforderungen an die Ausstattung der Gebäude bzw. den Umgang mit Gefahren. Für die noch relativ junge „Kindertagespflege“ gibt es bislang keinerlei verbindlich festgelegten Regelungen. Die Übertragung der Vorschriften für den Tagesstättenbereich ist nur bedingt möglich, da bei der Kindertagespflege die technischen Umgestaltungsmöglichkeiten der häuslichen Aufenthaltsräume eher begrenzt sind. Man wird daher hier verstärkt durch Aufsicht oder Zugangsbeschränkung den erforderlichen Sicherheitsrahmen schaffen müssen, was auf Grund der sehr kleinen Gruppengrößen vertretbar erscheint.

Wir möchten hierbei mit den nachstehenden Informationen über Gefährdungen im häuslichen Bereich sowie den erforderlichen Schutzmaßnahmen beitragen.

Mögliche Gefährdungen im häuslichen Bereich:

  • Elektrischer Strom (ungesicherte Steckdosen, defekte Geräte etc.)
  • Heiße Oberflächen, heiße Flüssigkeiten (Herde, Bügeleisen, Heißwasser, heiße Speisen)
  • Giftstoffe: Chemikalien, Pflanzen, Reinigungsmittel, Medikamente, generell Verschlucken von Kleinteilen
  • Klemmstellen (Türen, Möbel)
  • Absturz aus Höhe: Fenster, Treppen; Balkone
  • Gefahr von Schnittverletzungen (Messer, ungesicherte Glasflächen)
  • Sturzgefahr durch mangelnde Rutschsicherheit, Stolperstellen
  • Scharfkantige Bauteile (Wände, Türen, Möbel)
  • Umgang mit Haustieren (Hunde, Katzen etc.)
  • Mangelnde Standsicherheit von Möbeln (Regale etc.)
  • Aufenthalt im Freien, Garten (Geräte, Leitern, Teiche, Regentonnen, Pflanzen, Insekten)
  • Spielplatzgeräte (Hängenbleiben mit Anorakkordeln; Schals)
  • Offene Flammen (Öfen, Kerzen etc.)