Gesundheitsschutz für pädagogische Fach- und Leitungskräfte

Eine junge blonde Frau in schwarzem T-Shirt, sitzt mit einem kleinen Jungen am Tisch. Sie spielen zusammen ein Würfelspiel.

Auf alle Beschäftigten aller Arbeitsplätze – nicht nur der Kitas – wirken zahlreiche psychische und physische Belastungen ein. Diese treffen auf persönliche Voraussetzungen und Ressourcen der Beschäftigten wie zum Beispiel Alter, Bildung, Gesundheit, Fähigkeiten und Fertigkeiten, private Belastungen sowie soziale Unterstützung.


Lesen Sie in Teil 1 des Artikels, wie Belastungen minimiert werden können und welche Faktoren die Gesundheit der Beschäftigten schützen. In Teil 2 erfahren Sie, wie eine gute Organisation in der Kita dazu beiträgt, Belastungen zu verringern und sich die Ressourcen der Beschäftigten fördern lassen.

Arbeitsbedingte Belastungen von ErzieherInnen

Während bei gewerblichen Tätigkeiten wie z.B. im Bauwesen mögliche Belastungen durch Heben und Tragen, Lärm etc. offenkundig sind, wirkt die Arbeit in den Kindertagesstätten für Außenstehende zunächst wenig belastend. Erst der nähere Blick zeigt, auch hier liegen Belastungen vor, die entsprechender Kompensation bedürfen. Kompensation heißt dabei Schutz vor Belastungsfolgen wie Leistungsminderung und Krankheit, aber auch Verbesserung des Arbeitsergebnisses durch optimierte Arbeitsbedingungen. Gerade letzteres dürfte auch im Rahmen der aktuellen Bildungsdiskussion von Interesse sein.

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Betriebliches Eingliederungsmanagement

Immer mehr Anforderungen stellen sich den Kindertageseinrichtungen. Der Wunsch nach einer oft familienersetzenden fördernden Bildungseinrichtung mit langen Öffnungszeiten fordert Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte.
Wenn die hohen Anforderungen zur Überforderung und manchmal auch zur immer wiederkehrenden Erkrankung oder einer längeren Erkrankung führen, muss der Arbeitgeber zur Unterstützung der Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten.

Menschen, die eine psychische Erkrankung haben oder die wegen chronischer Beschwerden immer wieder der Arbeit fern bleiben müssen, fällt es aber oft schwer, mit ihrem Arbeitgeber über diese Fragen zu sprechen. Deshalb sind im betrieblichen Eingliederungsmanagement zwei Grundsätze verankert: Freiwilligkeit und Vertrauen. Das bedeutet, Sie brauchen nur teilzunehmen, wenn Sie es wollen, und Sie müssen nur das offenbaren, was Sie für notwendig halten.

Ziel ist es die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und langfristig zu erhalten. Dadurch soll der Arbeitsplatz gesichert werden.

Den richtigen Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen finden Sie in der Personalabteilung oder beim Betriebs- /Personalrat. Dort erhalten Sie Informationen, wie in Ihren Betrieb das Betriebliche Eingliederungsmanagement durchgeführt wird.