Besondere technische Maßnahmen

Schutzabstände sicherstellen

Der Hauptübertragungsweg des SARS-CoV-2 ist nach derzeitigem Stand die sogenannte Tröpfcheninfektion. Mit der Einhaltung des Mindestabstands von ca. 1,5 m soll die Tröpfchenübertragung vermieden werden. Zur Unterstützung des Abstandgebotes sollten in Bereichen mit Publikumsverkehr, d.h. vornehmlich im Eingangsbereich und Leitungsbüro bei Bedarf ergänzend Hinweisschilder und Bodenmarkierungen aufgebracht werden. Auch transparente Abtrennungen z. B. in Besprechungsbereichen können die Infektionsgefahr vermindern. Die Anzahl der sich gleichzeitig im Leitungsbüro aufhaltenden Personen sollte soweit notwendig beschränkt werden.

Reinigung der Gruppen-, Sanitär- und Pausenräume

Das Infektionsrisiko lässt sich vermindern, wenn (Hand-)Kontaktflächen wie Türklinken und Handläufe, mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger regelmäßig gereinigt werden.

Dies gilt vor allem für Gemeinschaftsräumen, Sanitärräumen und Pausenräumen. Zu den Gemeinschaftsräumen zählen Gruppen-, Gruppennebenräume, Schlafräume, Spielflure, Verpflegungsbereiche und Mehrzweckräume usw. In den U3 Bereichen zählen auch Fußböden zu den Kontaktflächen. Die Reinigungsintervalle sind bedarfsgerecht anzupassen.

Die Anwendung von Desinfektionsmitteln bleibt auf die im Hygieneplan vorgesehenen Tätigkeiten beschränkt. Es sind keine routinemäßigen Flächendesinfektionsmaßnahmen (Boden, Möbel, Sanitärbereich) erforderlich. Auch bei häufigen Handkontaktflächen reicht eine Reinigung mit einem handelsüblichen, fettlösenden Haushaltsreiniger aus.

Eine schnelle, gezielte Desinfektion von Flächen und Gegenständen ist nur bei sichtbarer Verunreinigung durch Körpersekrete (z. B. Erbrochenes, Stuhl, Urin, Blut) notwendig. Für die Reinigung und Hygiene der Hände sind hautschonende Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitzustellen.

Lüftung

Alle Räumlichkeiten müssen unabhängig von der Witterung ausreichend belüftet werden, da in geschlossenen Räumen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann.

Die Räume sollten möglichst häufig für ca. 5 Minuten stoß- oder quergelüftet werden. Da ein Zusammenhang zwischen der CO2 Belastung der Raumluft und dem Auftreten von Aerosolen vermutet wird, kann der Einsatz von CO2 Messgeräten hilfreich sein. Diese können beispielsweise in Form einer CO2-Ampel in den Aufenthaltsbereichen aufgestellt werden und signalisieren die nötigen Lüftungsintervalle.

Das Übertragungsrisiko über Raumlufttechnische Anlagen (RLT) wird derzeit als gering eingestuft. Von einer Abschaltung wird abgeraten, da dies zu einer Erhöhung der Tröpfchenkonzentration in der Raumluft führt und sich das Infektionsrisiko damit erhöht.

Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V. u. A. empfiehlt daher:

  • RLT-Anlagen mit Außenluft nicht abschalten, die Außenluftvolumenströme nicht reduzieren.
  • Umluftanteile, soweit in den Anlagen vorhanden, zugunsten der Außenluftanteile reduzieren.

Betriebszeiten der Anlagen ggf. vor und nach der regulären Nutzungszeit verlängern.